Der internationale Wettbewerb um die Austragung der EXPO 2035 gewinnt zunehmend an Dynamik. Während Berlin gemeinsam mit seinen Partnern die Voraussetzungen für eine deutsche Bewerbung weiterentwickelt, treibt auch die Metropolregion Miami ihre Planungen konsequent voran.
Im Rahmen eines Besuchs in Miami traf Daniel-Jan Girl, Aufsichtsratsvorsitzender der EXPO 2035 Berlin GmbH, den Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Miami zu einem ausführlichen Austausch über die internationalen Entwicklungen und die Chancen einer Bewerbung Berlins.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die aktuellen Aktivitäten in den USA. Nach übereinstimmenden Medienberichten und offiziellen Beschlüssen hat Miami-Dade County bereits 1,3 Millionen US-Dollar für eine Machbarkeitsstudie zur Vorbereitung einer Bewerbung bereitgestellt. Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine offizielle US-amerikanische Kandidatur zu schaffen. Miami Today
Wettbewerb belebt die Idee der Weltausstellung
Für Daniel-Jan Girl ist diese Entwicklung vor allem eines: ein deutliches Signal, dass der Wettbewerb um die EXPO 2035 begonnen hat.
„Die Vorbereitung einer Bewerbung ist kein Sprint, sondern ein strategischer Prozess. Dass Miami jetzt Tempo aufnimmt, zeigt, wie ernst andere Regionen diese historische Chance nehmen. Für Berlin bedeutet das: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft die nächsten Schritte entschlossen zu gehen.“
Daniel-Jan Girl, Aufsichtsratsvorsitzender, EXPO 2035 Berlin GmbH
Nach Einschätzung des Generalkonsuls verfügt Berlin gleichzeitig über ein außergewöhnlich starkes Profil.
„Internationale Wettbewerbe sind wichtig, weil sie Ideen schärfen und Ambitionen sichtbar machen. Dass Miami als möglicher Kandidat für die EXPO 2035 in den Wettbewerb eintritt, zeigt, wie relevant diese Plattform für die Zukunft von Städten, Gesellschaft und Wirtschaft ist.
Berlin bringt dafür ein außergewöhnlich starkes Profil mit: eine einzigartige Geschichte, eine offene und kreative Gesellschaft, starke Wissenschaft, eine wachsende Innovationslandschaft und die Fähigkeit, Transformation nicht nur zu diskutieren, sondern im Alltag einer Stadt sichtbar zu machen.
Als Mitglied des EXPO 2035 Berlin Boards und mit engem Bezug zu Miami sehe ich den Wettbewerb ausdrücklich positiv. Eine starke Bewerbung aus den USA und eine starke Bewerbung aus Europa würden die Bedeutung der EXPO 2035 zusätzlich erhöhen. Gleichzeitig bin ich überzeugt: Wenn Europa zeigen will, wie Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann, dann ist Berlin einer der glaubwürdigsten Orte dafür.“
Philipp Willigmann, Mitglied des EXPO 2035 Berlin Boards.
Berlin setzt auf eine EXPO mit langfristiger Wirkung
Die EXPO 2035 Berlin versteht sich nicht nur als Bewerbung für ein sechsmonatiges Großereignis. Ziel ist es, gemeinsam mit der Stadtgesellschaft die nachhaltige Transformation Berlins bis 2035 voranzutreiben und die Hauptstadt zu einem internationalen Schaufenster für Innovation, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Zusammenarbeit zu entwickeln.
Während andere Bewerber ihre organisatorischen Grundlagen schaffen, arbeitet Berlin bereits seit mehreren Jahren gemeinsam mit Unternehmen, Wissenschaft, Kultur, Initiativen und Bürgerinnen und Bürgern an konkreten Projekten, Partnerschaften und Zukunftsideen.
Jetzt beginnt die entscheidende Phase
Mit den aktuellen Entwicklungen in den USA wird deutlich: Die internationale Konkurrenz positioniert sich. Gleichzeitig eröffnet sich für Deutschland die Chance, mit einer starken und zukunftsorientierten Bewerbung ein überzeugendes europäisches Signal zu setzen.
Die kommenden Monate werden daher entscheidend sein. Sie bieten die Möglichkeit, den begonnenen Prüfprozess konsequent weiterzuführen und gemeinsam die Grundlagen für eine deutsche Bewerbung beim Bureau International des Expositions (BIE) in Paris zu schaffen.
Die EXPO 2035 wird nicht nur ein Wettbewerb der Städte sein – sondern ein Wettbewerb der Ideen für die Zukunft unserer Gesellschaften.



