Zwei Drittel der Berliner unterstützen EXPO 2035: INSA-Umfrage zeigt klare Mehrheit für Bewerbung von Berlin 

12. Mai 2026

Breite Zustimmung in der Bevölkerung stärkt die Debatte um eine gemeinsame EXPO-Bewerbung von Berlin und Brandenburg.

Die Berlinerinnen und Berliner unterstützen mehrheitlich eine Bewerbung der Hauptstadt um die Weltausstellung EXPO 2035 Berlin. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen INSA-Umfrage im Auftrag der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin. Demnach befürworten 65 Prozent der Befragten grundsätzlich eine Bewerbung Deutschlands mit Berlin für die EXPO 2035. 24 Prozent lehnen das Vorhaben ab, 11 Prozent äußerten sich unentschieden oder machten keine Angabe.

Damit liegt erstmals eine klar messbare Mehrheit der Berliner Bevölkerung für eine EXPO-Bewerbung der Hauptstadt vor. Die Ergebnisse zeigen zudem eine außergewöhnlich breite Zustimmung über politische und gesellschaftliche Gruppen hinweg.

So unterstützen 80 Prozent der CDU-Wählerinnen und Wähler eine Berliner EXPO-Bewerbung. Auch unter den Anhängerinnen und Anhängern der SPD liegt die Zustimmung mit 76 Prozent deutlich über dem Durchschnitt. Bei den Grünen sprechen sich 74 Prozent für die EXPO 2035 aus, bei den Wählerinnen und Wählern der Partei Die Linke sind es 60 Prozent.

Die Umfrage sendet damit ein deutliches Signal an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft: Große Teile der Berliner Bevölkerung sehen in der EXPO 2035 Berlin eine Chance für die zukünftige Entwicklung der Metropolregion.

„Die Ergebnisse zeigen, dass viele Menschen die EXPO 2035 mit Zukunftschancen für Berlin und Brandenburg verbinden. Die klare Zustimmung über Parteigrenzen hinweg ist ein starkes Signal für die gesamte Metropolregion. Die EXPO kann wichtige Impulse für Infrastruktur, Innovation, gesellschaftliche Entwicklungen, internationale Sichtbarkeit und wirtschaftliche Entwicklung setzen“, erklärt Henning Wehmeyer, Geschäftsführer der EXPO 2035 Berlin GmbH.

Die Befragung zeigt außerdem, welche Erwartungen die Berlinerinnen und Berliner konkret mit einer möglichen Weltausstellung verbinden. An erster Stelle nennen die Befragten Verbesserungen bei Infrastruktur und Stadtentwicklung (41 Prozent). Ebenfalls häufig genannt werden neue Arbeitsplätze und Ausbildungsangebote, Innovationen sowie Zukunftstechnologien.

Für die Initiatoren der EXPO 2035 bestätigt die Umfrage damit, dass die Diskussion über eine Berliner Bewerbung längst über ein klassisches Großereignis hinausgeht. Im Mittelpunkt stehen aus Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger langfristige Zukunftsinvestitionen und die Frage, wie sich Berlin und Brandenburg als moderne, internationale und nachhaltige Metropolregion weiterentwickeln können.

„Die Menschen verbinden mit der EXPO nicht nur ein internationales Ereignis, sondern konkrete Erwartungen an die Zukunft ihrer Stadt und Region. Dabei geht es um moderne Mobilität, wirtschaftliche Dynamik, Innovation, Beteiligung und neue Perspektiven für kommende Generationen“, so Wehmeyer weiter.

In den vergangenen Monaten hat die Debatte um eine mögliche Berliner EXPO-Bewerbung deutlich an Dynamik gewonnen. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Sport und Politik sehen in der EXPO 2035 die Chance, wichtige Zukunftsprojekte anzustoßen und die Metropolregion international noch stärker als Innovations- und Zukunftsstandort zu positionieren.

„Die Umfrage zeigt, dass eine Bewerbung um die EXPO 2035 in der Stadtgesellschaft auf breite Offenheit und Zustimmung stößt. Das ist ein wichtiges Signal für alle Verantwortlichen in Berlin und Brandenburg, die nächsten Schritte gemeinsam und partnerschaftlich zu prüfen“, erklärt Daniel-Jan Girl, Aufsichtsratsvorsitzender der EXPO 2035 Berlin GmbH.

Die EXPO-Initiative verweist darauf, dass Weltausstellungen weltweit häufig langfristige Entwicklungen in Bereichen wie Infrastruktur, Innovation, Stadtentwicklung und internationale Kooperationen angestoßen haben. Die EXPO 2035 könne deshalb auch für Berlin und Brandenburg weit über das Veranstaltungsjahr hinaus Wirkung entfalten.

„Berlin und Brandenburg haben die Chance, gemeinsam ein internationales Zukunftsprojekt zu entwickeln, das wirtschaftliche, gesellschaftliche und innovative Potenziale langfristig stärken kann“, so Daniel-Jan Girl weiter.

Die EXPO 2035 Berlin GmbH spricht sich dafür aus, die Gespräche über eine gemeinsame Bewerbung Berlins und Brandenburgs weiter zu intensivieren und die nächsten Schritte partnerschaftlich voranzubringen.

Über die Umfrage:

Die repräsentative Befragung wurde vom 4. bis 8. Mai 2026 durch INSA-Consulere im Auftrag der IHK Berlin durchgeführt. Befragt wurden 1.000 Berlinerinnen und Berliner ab 16 Jahren.

Über die Unternehmen:

EXPO 2035 Berlin GmbH: Operative Einheit, die die Bewerbung vorbereitet, Projekte bündelt und Formate entwickelt.

EXPO 2035 Beteiligungsgesellschaft der deutschen Wirtschaft GmbH & Co. KG: Plattform für Investitionen aus der deutschen Wirtschaft in die Initiative EXPO 2035 aus verschiedenen Gesellschafterinnen wie die IHK Berlin.

Global Goals für Berlin e.V.: Gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, gemeinsam mit allen Berliner:innen bis zum Jahr 2035 die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umfassend umzusetzen – in großen wie kleinen Projekten und Initiativen. Der Verein fungiert als Schirm, unter dem diese Projekte gesammelt, sichtbar gemacht und mit der Kraft von Akteur:innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Politik und Verwaltung in die Umsetzung gebracht werden.

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