Vergangene Woche wurde auf der MIPIM das von gmp Architekten entwickelte Konzept für das EXPO-Gelände auf dem ehemaligen Flughafen Tegel präsentiert. Das Areal im Nordwesten Berlins könnte zu einem von drei möglichen Schauplätzen der EXPO 2035 werden und steht exemplarisch für eine nachhaltige, innovative und zukunftsorientierte Weltausstellung.
In Tegel entsteht ein Ort, der Innovation, internationale Zusammenarbeit und konkrete Lösungen für globale Herausforderungen vereint. Bereits heute entwickelt sich das Gelände zu einem Forschungs- und Industriepark für Zukunftstechnologien – eine Transformation, die durch die EXPO 2035 entscheidend beschleunigt und international sichtbar gemacht wird.
Das städtebauliche Konzept sieht einen offenen, nachhaltigen Campus mit Länder- und Themenpavillons vor, der Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer fördert. Ein zentrales architektonisches Element ist die behutsame Transformation des ikonischen Flughafengebäudes: Seine prägnante Struktur und Identität bleiben erhalten und werden zugleich in eine neue Nutzung überführt. Insbesondere die charakteristische Form des Oktagons dient als gestalterische Grundlage und wird in der Anordnung neuer Baukörper zeitgemäß interpretiert und weiterentwickelt.
Ergänzt wird das Konzept durch modulare, ressourcenschonende und rückbaubare Strukturen, die eine flexible Nutzung ermöglichen und über das Jahr 2035 hinaus Bestand haben. Damit folgt das Projekt konsequent den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und setzt Maßstäbe für nachhaltiges Bauen im internationalen Kontext.
Die EXPO 2035 fungiert somit nicht nur als temporäres Großereignis, sondern als langfristiger Impulsgeber für die Entwicklung des Standorts. Sie stärkt Berlin nachhaltig als internationalen Knotenpunkt für Innovation, Wissenschaft und Zukunftstechnologien und positioniert die Stadt im globalen Wettbewerb der Wissens- und Technologiestandorte.



