NACH US-INTERESSE AN DER EXPO 2035: BERLIN POSITIONIERT SICH FÜR EUROPÄISCHE BEWERBUNG

23. Januar 2026

Die EXPO 2035 Berlin GmbH begrüßt das vom US-Präsidenten Donald Trump bekannt gegebene Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika, sich mit Miami um die Ausrichtung der Weltausstellung 2035 zu bewerben. Diese Ankündigung unterstreicht die globale Bedeutung der EXPO 2035 und markiert den Beginn eines internationalen Wettbewerbs um das überzeugendste Zukunftskonzept.

Deutschland mit der Metropolregion Berlin-Brandenburg ist für diesen Wettbewerb hervorragend vorbereitet, die Weltausstellung 2035 in Europa auszurichten. Als einer der führenden Innovations-, Wissenschafts- und Transformationsstandorte Europas bringt die Region beste Voraussetzungen mit, um zentrale Zukunftsfragen unserer Zeit international sichtbar und wirksam zu verhandeln. Zugleich ist die Metropolregion Berlin-Brandenburg ein hervorragend geeigneter Ort, um im Jahr 2035 den Ländern der Welt einen offenen Raum zu geben, ihre Ideen, Technologien und Zukunftskonzepte einer globalen Öffentlichkeit zu präsentieren.

„Wir begrüßen das Interesse der Vereinigten Staaten an der Weltausstellung 2035 ausdrücklich. Der Einstieg der USA bestätigt die weltweite Bedeutung der EXPO. Wir gehen mit einem klaren Ziel in diesen Wettbewerb: die EXPO 2035 für Deutschland und Europa zu gewinnen. Die Metropolregion Berlin-Brandenburg steht für Innovation, kulturelle Vielfalt und gesellschaftliche Offenheit – und ist konzeptionell wie inhaltlich vollständig vorbereitet, diese Weltausstellung erfolgreich zu gewinnen und auszurichten“, sagt Henning Wehmeyer, Geschäftsführer der EXPO 2035 Berlin GmbH.

Die EXPO 2035 Berlin GmbH arbeitet seit nahezu zwei Jahren gemeinsam mit Partner:innen und Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft an einem innovativen und zukunftsorientierten Gesamtkonzept für die gesamte Metropolregion. Ziel ist eine Weltausstellung, die ökologische Verantwortung, technologische Innovation und gesellschaftlichen Zusammenhalt verbindet – und deren Wirkung weit über das Jahr 2035 hinausreicht.

Mit dem Einstieg weiterer internationaler Bewerber beginnt nun eine entscheidende Phase des Wettbewerbs:

  • Berlin verfügt derzeit über eine inhaltlich, konzeptionell und strategisch ausgearbeitete Bewerbung für die Weltausstellung 2035 – einschließlich einer belastbaren finanziellen Planung und breiter gesellschaftlicher Unterstützung.
  • Die Bewerbung Deutschlands mit der Metropolregion Berlin-Brandenburg ist aus der Mitte der Gesellschaft entstanden und wird von der Zivilgesellschaft getragen. Sie ist kein Top-down-Projekt, sondern Ausdruck eines gemeinsamen Willens zur aktiven Zukunftsgestaltung.
  • Alle wesentlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung sind geschaffen. Die formale Einreichung einer offiziellen Willensbekundung für die EXPO 2035 erfolgt über das Bureau International des Expositions (BIE) mit Sitz in Paris und setzt die entsprechenden politischen Beschlüsse auf Landes- und Bundesebene voraus. Die EXPO 2035 Berlin GmbH setzt darauf, diesen nächsten Schritt nun gemeinsam mit den verantwortlichen politischen Akteur:innen der Landesregierungen und der Bundesregierung einzuleiten.
  • Eine EXPO 2035 in Berlin und Brandenburg könnte in den kommenden 10 bis 15 Jahren Hunderttausende Arbeitsplätze schaffen, das Bruttoinlandsprodukt innerhalb von fünf Jahren um über 22 Milliarden Euro steigern und Deutschland sowie Europa international sichtbar positionieren. Zugleich entstünde ein groß angelegtes, demokratisches Zukunftsprojekt, das die Fähigkeiten, Ideen und das Engagement der Bevölkerung in den Mittelpunkt stellt – und Berlin, Brandenburg und Deutschland zu einem internationalen Vorbild für nachhaltige Transformation, Innovation und gesellschaftlichen Zusammenhalt machen könnte.

Ausführliche Informationen zum Konzept der EXPO 2035 Berlin sowie zum wirtschaftlichen und städtebaulichen Arbeitsstand finden Sie hier: https://expo2035-berlin.vercel.app/konzept

Weitere Zahlen, Daten und Fakten:

„Was wäre, wenn Berlin in den nächsten zehn Jahren zu einem Ort wird, an dem die Welt sieht, wie Zukunft wirklich gelingt?” Berlin steht kurz vor einem entscheidenden Schritt: Bis zum 16. Dezember 2025 soll der Beschluss des Berliner Senats zur Einreichung der deutschen Bewerbung für die EXPO 2035 verabschiedet sein. Dieser Beschluss bildet die Grundlage für die Einleitung des Prüfverfahrens auf Bundesebene.

Vor diesem Hintergrund stellen Global Goals für Berlin e.V. und die EXPO 2035 Berlin GmbH noch einmal wichtige Kennzahlen, zu erwartende wirtschaftliche Effekte und strukturelle Grundlagen der Bewerbung vor.

Warum EXPO?

Die Bewerbung zur EXPO 2035 könnte in den kommenden zehn Jahren einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung Berlins und Deutschlands leisten und wichtige Impulse für Europa setzen. Neben positiven wirtschaftlichen Effekten stehen globale Sichtbarkeit, erfolgreiche Zusammenarbeit, Transformations- und Innovationsfähigkeit sowie gesellschaftliche Beteiligung und Stabilität im Vordergrund.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

  • 22 Mrd. EUR zusätzliches BIP-Wachstum für Deutschland (Quelle: PwC)
  • Mehr als 3 Mrd. EUR an Infrastrukturmitteln für den Ausbau des ÖPNV (Quelle: PwC)
  • Kostendeckende Umsetzung durch je 2,1 Mrd. EUR Einnahmen und Ausgaben (Quelle: PwC)
  • Bis zu 30 Millionen Besucherinnen und Besucher während des sechsmonatigen EXPO-Zeitraums und ein hohes internationales Interesse in den kommenden neun Jahren
  • Option einer Sonderwirtschaftszone für Berlin durch ein EXPO-Innovationsbeschleunigungsgesetz
  • Umfassende Transformation der Stadt entlang der Global Goals (SDGs) durch Großprojekte und das Engagement der gesamten Stadtgesellschaft
  • „Zukunft Made in Germany” als Leitbild einer modernen, weltweit sichtbaren Weltausstellung

Welche Bedeutung hat die EXPO 2035 Berlin?

Die Weltausstellung ist eine Einladung an uns selbst und an die Weltgemeinschaft, Zukunftsfähigkeit gemeinsam zu denken und umzusetzen. Mit der Bewerbung Deutschlands setzt Berlin ein sichtbares Zeichen für Aufbruch und Zusammenarbeit.

Im Mittelpunkt stehen die globalen Herausforderungen unserer Zeit, die durch lokales Engagement gemeinsam bewältigt werden können. Weltausstellungen setzen weltweit Impulse und markieren wichtige Entwicklungen ihrer Epoche. Die Bewerbung Berlins knüpft an diese Tradition an und macht Zukunftsthemen konkret erlebbar.


Wo soll die EXPO 2035 in Berlin stattfinden?

Die Bewerbung umfasst ein Hauptgelände von rund 100 bis 150 Hektar. Dafür kommen verschiedene, bereits in Planung befindliche Flächen infrage – darunter der ehemalige Flughafen Tegel sowie Areale in der Gemeinde Schönefeld im Süden Berlins. Die EXPO ermöglicht die weltweite Vermarktung des Geländes und schafft die Grundlage für die notwendige Erschließung durch Infrastrukturmittel. Die EXPO hilft, Träume endlich Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Berliner Bewerbung geht darüber hinaus: Weitere Orte und Projekte außerhalb des Hauptgeländes sind zwar nicht offizieller Bestandteil der Bewerbung, werden aber zusätzlich im Rahmen der EXPO vorbereitet, weiterentwickelt und umgesetzt.

Der aktuelle Stand des EXPO-Konzepts ist das Ergebnis der Zusammenarbeit eines internationalen Expert:innen-Teams. Es umfasst die Grundidee, detaillierte Flächenanalysen sowie einen belastbaren Businessplan.

  • EXPO-Hauptgelände (Konzept-Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung)
    EXPO-Satelliten – Fertigstellung herausragender Projekte bis zur EXPO
  • KiezLabs in der ganzen Stadt, in denen die Ergebnisse der erfolgreichen Transformation mit der Welt geteilt werden
  • Global Solutions Hub als digitale Plattform, die lokale Innovationen, Leistungen und Erfahrungen weltweit zugänglich macht (virtuelle EXPO)

Wer unterstützt und organisiert die EXPO?

Die EXPO 2035 ist eine überparteiliche und unabhängige Initiative aus der Breite der Zivilgesellschaft – aus Wissenschaft, Kunst und Kultur, Sport und Wirtschaft – in enger Abstimmung mit Politik und Verwaltung. Ziel ist es, Berlin und Deutschland in den kommenden zehn Jahren gemeinsam zukunftsfähig zu machen und 2035 Gastgeber für die Welt zu werden.

Initiatoren sind der gemeinnützige Verein Global Goals für Berlin e.V. (GGB), die EXPO 2035 Berlin GmbH sowie die EXPO 2035 Berlin Beteiligungsgesellschaft der Deutschen Wirtschaft mbH & Co. KG.

Derzeitige Gremien, Strukturen und Engagements

  • Über 500 private und institutionelle Mitglieder des Vereins
  • 25 Mitarbeitende (Stand Nov. 2025)
  • 250.000 Unterstützer*innen/Gesichter
  • 2.035 Projekte (davon bereits ca. 1.000 sichtbar auf der GGB SDG-Map)
  • Hunderte Kooperationspartner und ehrenamtliche Unterstützer:innen
  • Interdisziplinäres Global Goals-Kuratorium aus der gesamten Stadtgesellschaft
  • EXPO-Konzept-Team
  • EXPO-Future Council
  • EXPO-Board
  • EXPO-Aufsichtsrat
  • EXPO-Magazin
  • 17 Global Goals-Klaviere in der ganzen Stadt
  • 4 EXPO-Stores, u.a. am Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt


Die vorliegenden Zahlen und Analysen zeigen: Eine Weltausstellung in Deutschland ist mehr als ein internationales Großereignis. Sie ist die Chance, in unserer aller Unterschiedlichkeit Zukunft zu gestalten und die Herausforderungen der Gegenwart zu organisieren. Gleichzeitig kann Berlin ein globaler Impulsgeber und ein konkretes Beispiel für die Funktionsfähigkeit unserer Demokratie und unseres Landes in Europa sein.

Laut aktuellen Aussagen des Bureau International des Expositions (BIE) in Paris liegen derzeit keine weiteren Bewerbungen aus Deutschland oder Europa vor. Die Chancen, eine Weltausstellung für Deutschland und Berlin zu gewinnen, stehen aktuell ausgesprochen gut.


Zeitplan für eine erfolgreiche Bewerbung

Weitere News