Gründung des ersten Zukunftskuratoriums für Global Goals in Berlin

19. März 2024

Ein historischer Tag im Max Liebermann Haus: Am 18. März 2024 hat sich das Kuratorium für Global Goals Berlin e.V. konstituiert. Unter der Leitung ihrer neu gewählten Vorsitzenden – Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), Ute Bonde, Geschäftsführerin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg und Peter Dortans, Geschäftsführer bei VDI/VDE-IT GmbH – finden erstmals über 30 Persönlichkeiten aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Sport und Bildung, Kunst und Kultur zusammen, um die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt und die Bewerbung Berlins für die EXPO 2035 voranzutreiben.

Das Kuratorium hat sich zum Ziel gesetzt, die Umsetzung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu fördern. Dabei liegt der Fokus auf dem demokratischen Miteinander und der Beteiligung aller Berliner:innen. Die Gründung dieses Zukunftskuratoriums stellt einen bedeutenden Schritt dar, um Berlin zu einem Leuchtturm für Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Fortschritt zu machen

„Wir gründen heute dieses Zukunftskuratorium, um Berlin zu einem Leuchtturm der Nachhaltigkeit und ganz Berlin bis 2035 zu einer Weltausstellung der Menschen und Möglichkeiten zu machen“, sagte Daniel-Jan Girl, Vorstand des Vereins Global Goals für Berlin. „Mit unserer Leidenschaft und unseren Fähigkeiten werden wir jetzt gemeinsam kreativ und innovativ die Global Goals der UN-Charta erreichen und dabei unseren Wohlstand durch Eigenverantwortung und neue Geschäftsmodelle sichern. Berlin als Nachhaltigkeits-Metropole ist jetzt unsere große Chance.“

„Gemeinsam und mit voller Kraft werden wir uns für eine umfassende demokratische, soziale und nachhaltige Entwicklung Berlins einsetzen. Berlin braucht die lebendige Umsetzung der Vision der EXPO 2035“, sagte Jutta Allmendinger, die zusammen mit Ute Bonde und Peter Dortans zu Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt wurde.

Global Goals bis 2035 in ganz Berlin erreichen.

Die Mitglieder des Kuratoriums bringen ihre einzigartigen Erfahrungen, Fachkenntnisse und Ressourcen ein, um gemeinsam innovative Lösungen für die drängendsten Herausforderungen unserer Stadt zu entwickeln.

„Ganz Berlin eine Weltausstellung!“ lautet der Aufruf und Slogan zur EXPO 2035, der die Vielfalt, Innovation und das Engagement der Berliner:innen für eine nachhaltige Zukunft symbolisiert und aktivieren soll.

Alle Ziele sollen nach Möglichkeit bis 2035 erreicht werden, um sich dann der Welt während der EXPO 2035 in Berlin präsentieren zu können. Das Gremium kommt damit auch dem Koalitionsvertrag der Berliner Landesregierung nach, mittels eines breit angelegten Beteiligungsprozesses unter Einbindung der Stadtgesellschaft ein multizentrales Konzept zur Bewerbung zu entwickeln.

Die neu gewählten Vorsitzenden des Kuratoriums sind:

  • Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), als Vorsitzende.
  • Ute Bonde, Geschäftsführerin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg, als weitere Vorsitzende.
  • Peter Dortans, Geschäftsführer bei VDI/VDE-IT GmbH, als weiterer Vorsitzender.

Das Kuratorium fordert alle Berliner:innen dazu auf, sich aktiv an der Umsetzung und Erreichung der UN-Ziele für die nachhaltige Entwicklung Berlins zu beteiligen.

Alle Mitglieder des Zukunftskuratoriums für Global Goals Berlin

„Was wäre, wenn Berlin in den nächsten zehn Jahren zu einem Ort wird, an dem die Welt sieht, wie Zukunft wirklich gelingt?” Berlin steht kurz vor einem entscheidenden Schritt: Bis zum 16. Dezember 2025 soll der Beschluss des Berliner Senats zur Einreichung der deutschen Bewerbung für die EXPO 2035 verabschiedet sein. Dieser Beschluss bildet die Grundlage für die Einleitung des Prüfverfahrens auf Bundesebene.

Vor diesem Hintergrund stellen Global Goals für Berlin e.V. und die EXPO 2035 Berlin GmbH noch einmal wichtige Kennzahlen, zu erwartende wirtschaftliche Effekte und strukturelle Grundlagen der Bewerbung vor.

Warum EXPO?

Die Bewerbung zur EXPO 2035 könnte in den kommenden zehn Jahren einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung Berlins und Deutschlands leisten und wichtige Impulse für Europa setzen. Neben positiven wirtschaftlichen Effekten stehen globale Sichtbarkeit, erfolgreiche Zusammenarbeit, Transformations- und Innovationsfähigkeit sowie gesellschaftliche Beteiligung und Stabilität im Vordergrund.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

  • 22 Mrd. EUR zusätzliches BIP-Wachstum für Deutschland (Quelle: PwC)
  • Mehr als 3 Mrd. EUR an Infrastrukturmitteln für den Ausbau des ÖPNV (Quelle: PwC)
  • Kostendeckende Umsetzung durch je 2,1 Mrd. EUR Einnahmen und Ausgaben (Quelle: PwC)
  • Bis zu 30 Millionen Besucherinnen und Besucher während des sechsmonatigen EXPO-Zeitraums und ein hohes internationales Interesse in den kommenden neun Jahren
  • Option einer Sonderwirtschaftszone für Berlin durch ein EXPO-Innovationsbeschleunigungsgesetz
  • Umfassende Transformation der Stadt entlang der Global Goals (SDGs) durch Großprojekte und das Engagement der gesamten Stadtgesellschaft
  • „Zukunft Made in Germany” als Leitbild einer modernen, weltweit sichtbaren Weltausstellung

Welche Bedeutung hat die EXPO 2035 Berlin?

Die Weltausstellung ist eine Einladung an uns selbst und an die Weltgemeinschaft, Zukunftsfähigkeit gemeinsam zu denken und umzusetzen. Mit der Bewerbung Deutschlands setzt Berlin ein sichtbares Zeichen für Aufbruch und Zusammenarbeit.

Im Mittelpunkt stehen die globalen Herausforderungen unserer Zeit, die durch lokales Engagement gemeinsam bewältigt werden können. Weltausstellungen setzen weltweit Impulse und markieren wichtige Entwicklungen ihrer Epoche. Die Bewerbung Berlins knüpft an diese Tradition an und macht Zukunftsthemen konkret erlebbar.


Wo soll die EXPO 2035 in Berlin stattfinden?

Die Bewerbung umfasst ein Hauptgelände von rund 100 bis 150 Hektar. Dafür kommen verschiedene, bereits in Planung befindliche Flächen infrage – darunter der ehemalige Flughafen Tegel sowie Areale in der Gemeinde Schönefeld im Süden Berlins. Die EXPO ermöglicht die weltweite Vermarktung des Geländes und schafft die Grundlage für die notwendige Erschließung durch Infrastrukturmittel. Die EXPO hilft, Träume endlich Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Berliner Bewerbung geht darüber hinaus: Weitere Orte und Projekte außerhalb des Hauptgeländes sind zwar nicht offizieller Bestandteil der Bewerbung, werden aber zusätzlich im Rahmen der EXPO vorbereitet, weiterentwickelt und umgesetzt.

Der aktuelle Stand des EXPO-Konzepts ist das Ergebnis der Zusammenarbeit eines internationalen Expert:innen-Teams. Es umfasst die Grundidee, detaillierte Flächenanalysen sowie einen belastbaren Businessplan.

  • EXPO-Hauptgelände (Konzept-Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung)
    EXPO-Satelliten – Fertigstellung herausragender Projekte bis zur EXPO
  • KiezLabs in der ganzen Stadt, in denen die Ergebnisse der erfolgreichen Transformation mit der Welt geteilt werden
  • Global Solutions Hub als digitale Plattform, die lokale Innovationen, Leistungen und Erfahrungen weltweit zugänglich macht (virtuelle EXPO)

Wer unterstützt und organisiert die EXPO?

Die EXPO 2035 ist eine überparteiliche und unabhängige Initiative aus der Breite der Zivilgesellschaft – aus Wissenschaft, Kunst und Kultur, Sport und Wirtschaft – in enger Abstimmung mit Politik und Verwaltung. Ziel ist es, Berlin und Deutschland in den kommenden zehn Jahren gemeinsam zukunftsfähig zu machen und 2035 Gastgeber für die Welt zu werden.

Initiatoren sind der gemeinnützige Verein Global Goals für Berlin e.V. (GGB), die EXPO 2035 Berlin GmbH sowie die EXPO 2035 Berlin Beteiligungsgesellschaft der Deutschen Wirtschaft mbH & Co. KG.

Derzeitige Gremien, Strukturen und Engagements

  • Über 500 private und institutionelle Mitglieder des Vereins
  • 25 Mitarbeitende (Stand Nov. 2025)
  • 250.000 Unterstützer*innen/Gesichter
  • 2.035 Projekte (davon bereits ca. 1.000 sichtbar auf der GGB SDG-Map)
  • Hunderte Kooperationspartner und ehrenamtliche Unterstützer:innen
  • Interdisziplinäres Global Goals-Kuratorium aus der gesamten Stadtgesellschaft
  • EXPO-Konzept-Team
  • EXPO-Future Council
  • EXPO-Board
  • EXPO-Aufsichtsrat
  • EXPO-Magazin
  • 17 Global Goals-Klaviere in der ganzen Stadt
  • 4 EXPO-Stores, u.a. am Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt


Die vorliegenden Zahlen und Analysen zeigen: Eine Weltausstellung in Deutschland ist mehr als ein internationales Großereignis. Sie ist die Chance, in unserer aller Unterschiedlichkeit Zukunft zu gestalten und die Herausforderungen der Gegenwart zu organisieren. Gleichzeitig kann Berlin ein globaler Impulsgeber und ein konkretes Beispiel für die Funktionsfähigkeit unserer Demokratie und unseres Landes in Europa sein.

Laut aktuellen Aussagen des Bureau International des Expositions (BIE) in Paris liegen derzeit keine weiteren Bewerbungen aus Deutschland oder Europa vor. Die Chancen, eine Weltausstellung für Deutschland und Berlin zu gewinnen, stehen aktuell ausgesprochen gut.


Zeitplan für eine erfolgreiche Bewerbung

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